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Tag der offenen Tür auf dem Max-Planck-Campus Tübingen

Genetik, Evolution, Hirnforschung, künstliche Intelligenz – aktuelle Forschung zum Anfassen und Erleben


Tübingen, 9. Oktober 2009. Am Samstag, dem 17. Oktober 2009, öffnen die Max-Planck- Institute für Entwicklungsbiologie und biologische Kybernetik sowie das Friedrich- Miescher-Laboratorium ihre Türen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler laden alle Interessierten herzlich ein, ihnen über die Schulter zu schauen und sich über die neuesten Erkenntnisse der Forschung zu informieren. Am Abend wartet ein besonderes Highlight: der 1. Tübinger Science Slam.

Praktikum: DNA isolieren aus BananenWie sind die Grundbausteine des Lebens entstanden? Wie entwickelt sich aus einer einzigen befruchteten Zelle ein komplexer Organismus? Wie kommt die Artenvielfalt zustande? Wie funktioniert unser Gehirn? Können Computer denken? Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf dem Max-Planck-Campus Tübingen wollen die Entwicklung und die Steuerung des Lebens verstehen.

Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie
Am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie beschäftigen sich mehrere Abteilungen und Arbeitsgruppen damit, wie sich aus einer einzelnen befruchteten Zelle ein komplexer Organismus entwickelt und wie sich das Leben im Laufe der Evolution an verschiedene Umweltbedingungen angepasst hat. Andere Gruppen erforschen, wie die Vielfalt der Proteine, der Grundbausteine des Lebens, entstanden ist und wie ihre Funktion und Produktion reguliert wird. Diese Fragen werden an mehreren Modellorganismen untersucht, die stellvertretend für eine ganze Gruppe von Lebewesen stehen. Dies sind Fische, Taufliegen und winzig kleine Fadenwürmer, aber auch die Ackerschmalwand, eine Kohlverwandte, sowie Hefen und Bakterien.

Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik
Die Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik wollen verstehen, wie der Mensch mit seiner Umwelt interagiert. Im Cyberneum wird mit Hilfe von virtuellen Welten und Bewegungssimulatoren untersucht, wie unsere Sinne auf äußere Reize reagieren und wie diese in Handlungen umgesetzt werden. Modernste Magnetresonanzmethoden ermöglichen es den Forschern, dem Gehirn bei der Arbeit zuzusehen. Große Datenmengen, seien sie aus Messungen oder aus unserer Umwelt, werden nicht nur mit neuartigen Algorithmen strukturiert, sie werden auch weiter verarbeitet, beispielsweise um Computern das Denken beizubringen.

Tag der offenen Tür 2009
Tag der offenen Tür 2009Jede halbe Stunde beginnen Führungen zu verschiedenen Themenschwerpunkten in unseren Instituten. Begleiten Sie die Wissenschaftler in ihre Labore und erfahren Sie, wieso wir 350.000 Fische halten, wie wir Proteine sichtbar machen oder wie wir erforschen, wie das Gehirn funktioniert. An den Experimentierstationen kann der Besucher selbst zum Forscher werden: Radeln Sie durch das virtuelle Tübingen oder testen Sie Ihre Sinne mit der Fallgruben-Illusion im Cyberneum. In den Laboren des Max-Planck-Instituts für Entwicklungsbiologie können kleine und große Entdecker den selbst isolierten Fadenwurm untersuchen oder DNA, die Erbsubstanz aller Lebewesen, aus Bananenschalen isolieren. Im Max-Planck-Haus, dem zentralen Treffpunkt auf dem Campus, erhalten Sie nicht nur Getränke und Snacks, Sie finden hier auch erste Informationen über unsere wissenschaftliche Arbeit sowie die Bilderausstellung „Faszination Forschung“.

Science Slam
Im Anschluss an das Tagesprogramm findet der 1. Tübinger Science Slam im Foyer des Max-Planck-Instituts für Entwicklungsbiologie statt. Unsere Wissenschaftler werden sich in einem Rededuell dem Publikum stellen und in jeweils zehn Minuten über ihre Forschungsergebnisse aus den Bereichen Genetik, Entwicklungsbiologie und Wahrnehmungsforschung berichten. Derjenige, der den verständlichsten Beitrag liefert, wird vom Publikum zum „Slam Champion“ gewählt. Moderiert wird die Veranstaltung von Harry Kienzler, bekannt aus zahlreichen Poetry Slams in und um Tübingen.

Programm im Überblick
14 - 17Uhr: Thematische Führungen durch die Max-Planck-Institute für Entwicklungsbiologie und biologische Kybernetik
14 - 17Uhr: Praktikum „Wir isolieren DNA, die Erbsubstanz aller Lebewesen“ im Friedrich- Miescher-Laboratorium
14 - 18Uhr: Experimentieren & Mikroskopieren für Kinder und Erwachsene im MPI für Entwicklungsbiologie
14 - 18Uhr: Wahrnehmungsforschung erleben - Ausstellung und Live-Demos im Cyberneum des MPI für biologische Kybernetik
14 - 18Uhr: Bilder- und Posterausstellung, Kinderquiz, Buttonmaschine, Essen & Getränke im Max-Planck-Haus
14 - 18Uhr:Vorträge für Kinder und Erwachsene im Hörsaal: "Optische Täuschungen - Kannst du deinen Sinnen trauen?" "Können Computer denken?"
14 - 18Uhr: Kinderbetreuung und Führungen in der Kindergruppe „Planckton“
18:30 Uhr: 1. Tübinger Science Slam im Foyer des MPI für Entwicklungsbiologie

Hinweise für Redaktionen
Pressevertreter sind herzlich eingeladen, sich für eine Presse-Führung um 13:30 Uhr anzumelden.
Ihre Ansprechpartnerin in der Presse- und Öffentlichkeitsabteilung ist Dr. Susanne Diederich (Tel: 07071-601-333, E-Mail: presse@tuebingen.mpg.de).


Der Max-Planck-Campus Tübingen beherbergt die Max-Planck-Institute für Entwicklungsbiologie und biologische Kybernetik sowie das Friedrich-Miescher-Laboratorium. Insgesamt arbeiten und forschen rund 700 Personen auf dem Campus. Seine Institute sind Teil der 80 Forschungseinrichtungen der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.


Tag der offenen Tür auf dem Max-Panck-Campus Tübingen

Tag der offenen Tür auf dem Max-Panck-Campus Tübingen

Praktikum: DNA isolieren aus Bananen

Praktikum: DNA isolieren aus Bananen. Foto: Susanne Diederich / Max-Planck-Campus Tübingen

Fischlarven unter dem Mikroskop

Fischlarven unter dem Mikroskop. Foto: Brigitte Sailer / Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie

Institutsführung

Institutsführung. Foto: Brigitte Sailer / Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie

Science Slam

Science Slam. Foto: Brigitte Sailer / Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie

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