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Otto-Hahn-Medaille für Marco Todesco

Doktorarbeit über die natürliche Variation bei Pflanzen ausgezeichnet


Marco Todesco, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in der Abteilung Molekularbiologie. Bild: Jörg Abendroth / Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie. Tübingen, 6. Juni 2011. Marco Todesco, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie, wird für seine Dissertation mit der Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft ausgezeichnet. In seiner als herausragend anerkannten Doktorarbeit hat er sich mit der natürlich auftretenden genetischen Variation bei Pflanzen beschäftigt. Marco Todesco wird die Medaille und das damit verbundene Preisgeld während der Hauptversammlung der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin am 8. Juni 2011 erhalten.  

Marco Todesco forscht in der Abteilung Molekularbiologie unter der Leitung von Detlef Weigel am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen. Die Otto-Hahn-Medaille ist mit einem Preisgeld von 7500 Euro verbunden und soll frisch promovierten Forschern den finanziellen Grundstock für einen Auslandsaufenthalt liefern. Sie soll ihnen damit die Gelegenheit bieten, internationale Erfahrungen zu sammeln und sie zu einer späteren Hochschul- beziehungsweise Forscherkarriere motivieren.  

In seiner Doktorarbeit bearbeitete Marco Todesco eine der Schlüsselfragen der Biologie: Wie passen sich Organismen an ihre Umgebung an, wie bilden sie die damit verbundenen, neuen Merkmale aus? Das Objekt seiner Untersuchungen war die Ackerschmalwand, Arabidopsis thaliana, welche auf der ganzen Nordhalbkugel zu finden ist: vom Polarkreis über Mitteleuropa bis hin nach Nordafrika und Asien. Mal ist es eine großblättrige Pflanze, mal ist sie klein und zierlich, doch immer ist es die gleiche Art. Marco Todesco wollte wissen, wie unterschiedliche Umweltfaktoren die Entwicklung der Pflanzen in ihrer natürlichen Umgebung beeinflussen und welche Gene dem zu Grunde liegen. Seine wichtigste Erkenntnis dabei war, dass es auch in der Natur nichts umsonst gibt. Er fand heraus, dass besonders krankheitsresistente Pflanzen der Ackerschmalwand weniger und insgesamt kleinere Blätter ausbilden. Allerdings sind sie in Abwesenheit von Krankheitserregern weniger konkurrenzfähig als andere Pflanzen. Ob es vorteilhafter ist, in die Krankheitsresistenz oder in die Biomasse zu investieren, hängt von den jeweiligen Umständen ab.   Mit der Otto-Hahn Medaille zeichnet die Max-Planck-Gesellschaft seit 1978 jährlich besonders erfolgreiche Nachwuchswissenschaftler aus.    


Ansprechpartner:
Dr. Marco Todesco
Tel.: 07071 601-1406
E-Mail: marco.todesco(at)tuebingen.mpg.de  

Stephanie Bertenbreiter (Presse- & Öffentlichkeitsarbeit)
Tel.: 07071 601-472
E-Mail: presse(at)tuebingen.mpg.de  


Das Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie betreibt Grundlagenforschung auf den Gebieten der Biochemie, Molekularbiologie, Genetik sowie Zell- und Evolutionsbiologie. Es beschäftigt rund 325 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und hat seinen Sitz auf dem Max-Planck-Campus in Tübingen. Das MPI für Entwicklungsbiologie ist eines der 80 Institute und Forschungseinrichtungen der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.


Marco Todesco, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in der Abteilung Molekularbiologie. Bild: Jörg Abendroth / Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie.

Marco Todesco, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in der Abteilung Molekularbiologie. Bild: Jörg Abendroth / Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie.

Marco Todesco, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in der Abteilung Molekularbiologie. Bild: Jörg Abendroth / Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie.

Marco Todesco, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in der Abteilung Molekularbiologie. Bild: Jörg Abendroth / Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie.

Otto-Hahn-Medaille. Bild: Max-Planck-Gesellschaft.

Otto-Hahn-Medaille. Bild: Max-Planck-Gesellschaft.