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MAMU: Werkausschnitt

Eine Ausstellung auf dem Max-Planck-Campus Tübingen


Tübingen, 22. Februar 2010 MAMU, die malende Mutter Anne Jeurink Rossipaul, portraitiert gesellschaftliches und familiäres Leben mit grobflüssigem Pinselstrich. Ihre frühen auf Rot und Schwarz reduzierten Spalt-Bilder bezogen sich auf ihre Performanceschuhe: einem roten (MA) und einem schwarzen (MU) Schuh. Ab 25. Februar zeigt der Max-Planck-Campus Tübingen einen Ausschnitt aus ihrem Werk. Zu sehen sind Serienbilder zur Situation der Kulturschaffenden in der Krise. Die Farben Englischrot, Pariserblau und Indischgelb mischen sich auf dem Pinsel zu komplementären Grautönen. Die Vernissage findet am 25. Februar um 18 Uhr im Max-Planck-Haus, Spemannstraße 36, in Tübingen statt. Die Eröffnungsrede hält die Tübinger Kunsthistorikerin Barbara Lipps-Kant. Die Bilder sind bis zum 12. April montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr im Max-Planck-Haus zu sehen.  

Die Reutlinger Künstlerin bezeichnet sich selbst seit 1990 als MAMU, die malende Mutter, gespalten zwischen ihren Funktionen als Malerin und Mutter. Sie sucht nicht die innere Einheit wie ihre fernöstlichen Kolleginnen, sondern problematisiert. Sie sucht nicht die malerische Norm, sondern deren Bruch. Früher malte sie die Zerrissenheit zwischen Malerin und Mutter, heute problematisiert sie gesellschaftliche Einrichtungen und die Situation der Kulturschaffenden.  

Das Gemälde „Sein und Bewusstsein“, zu welchem sie 2004 eine gleichnamige Performance in den städtischen Galerien Reutlingen und Filderstadt gab, zeigt einen armen Dichter, der alles aufgegeben hat, um zu schreiben. Sie verkaufte dieses Gemälde an einen Sammler aus ihrer Heimat an der holländischen Grenze, um die Miete für ihr neues Atelier für einige Monate zahlen zu können.  

Mit ihrem Mann, dem Buchkulterer und Bibliosophen Günther Rossipaul, nahm sie vor zwanzig Jahren an der FLUXUS-Szene, einer internationalen, avantgardistischen Kunstszene der 60er und 70er Jahre in Wiesbaden-Erbenheim teil. MAMU studierte an der staatlichen Hochschule für Bildende Künste Hamburg, Lila Lerchenfeld. Sie besuchte die Kunstklasse Thiemann zusammen mit Otto Waalkes. Heute ist sie die zweite Vorsitzende der GEDOK, einer Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstfreunde Reutlingens.  

Weitere Informationen über die Kunst von MAMU unter: www.mamu-kunst.de  

Ansprechpartner:  
Anne Jeurink Rossipaul
Tel.: 0712-88523  

Dr. Susanne Diederich (Presse- & Öffentlichkeitsarbeit)
Tel.: 07071 601-333
E-Mail: presse(at)tuebingen.mpg.de  

Der Max-Planck-Campus Tübingen beherbergt die Max-Planck-Institute für Entwicklungsbiologie und biologische Kybernetik, sowie das Friedrich-Miescher-Laboratorium. Insgesamt arbeiten und forschen rund 700 Personen auf dem Campus. Seine Institute sind Teil der 80 Forschungseinrichtungen der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.


„Sein und Bewusstsein" aus der Serie „Dichter" 2006, Acryl auf Leinwand, 120x90. Bild von MAMU

„Sein und Bewusstsein" aus der Serie „Dichter" 2006, Acryl auf Leinwand, 120x90. Bild von MAMU

„Tod und Malerin" aus der Serie „Künstlertotentanz" 2008, Acryl auf Leinwand, 120x90. Bild von MAMU

„Tod und Malerin" aus der Serie „Künstlertotentanz" 2008, Acryl auf Leinwand, 120x90. Bild von MAMU

„Blau Gelb Rot und Tod" aus der Serie „Künstlertotentanz“ 2008, Acryl auf Leinwand, 120x90. Bild von MAMU

„Blau Gelb Rot und Tod" aus der Serie „Künstlertotentanz“ 2008, Acryl auf Leinwand, 120x90. Bild von MAMU

Bild aus der Serie „Dichter" 2006, Acryl auf Leinwand, 120x90. Bild von MAMU

Bild aus der Serie „Dichter" 2006, Acryl auf Leinwand, 120x90. Bild von MAMU

Bild aus der Serie „Dichter" 2006, Acryl auf Leinwand, 120x90. Bild von MAMU

Bild aus der Serie „Dichter" 2006, Acryl auf Leinwand, 120x90. Bild von MAMU

Bild aus der Serie „Dichter" 2006, Acryl auf Leinwand, 120x90. Bild von MAMU

Bild aus der Serie „Dichter" 2006, Acryl auf Leinwand, 120x90. Bild von MAMU

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