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Die Natur aus Sicht einer Wissenschaftlerin

Am 27. April 2009 eröffnet die Ausstellung „Naturzeichnungen“ im Max-Planck-Haus


Tübingen, 22. April 2009. Ein grün schillernder Specht, ein in Korallenriffen lebender Fisch mit dem Namen Humuhumu nuku nuku apua’a, eine knorrige Kiefer und ein schlafender Gepard – dies sind nur einige der Naturbilder, die Kirsten Bomblies im Rahmen der Ausstellung „Naturzeichnungen“ präsentiert. Die viel gereiste Molekularbiologin, die zur Zeit am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen forscht, hat die Tierwelt der deutschen, amerikanischen und afrikanischen Natur in verschiedenen Bleistift-, Buntstift-, Tinten- und Tuschezeichnungen sowie in einigen Aquarellen festgehalten. Die Ausstellung wird am 27. April um 19 Uhr von ihrem wissenschaftlichen Mentor Detlef Weigel, Direktor am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie, eröffnet. Vom 28. April bis 12. Juni können die Zeichnungen jeweils montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr im Max-Planck-Haus, Spemannstraße 36 in Tübingen, angesehen werden.

GrünspechtKirsten Bomblies, geboren in Deutschland, aufgewachsen in Holland, Nigeria und den USA, führt ein bewegtes Leben. Zurzeit forscht sie in der Arbeitsgruppe von Detlef Weigel am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen. Die Molekularbiologin untersucht, wie sich die Ackerschmalwand, eine weltweit verbreitete Blütenpflanze, an verschiedene Umweltbedingungen anpassen kann. Dies tut sie so erfolgreich, dass sie ab kommenden Juli eine eigene Arbeitsgruppe an der Universität von Harvard in den USA leiten wird. Dennoch findet die 35-Jährige noch Zeit für ihre zweite Leidenschaft, das Zeichnen von Naturmotiven. Im letzten Jahr wurde sie für die Kreativität, mit der sie ihre Forschung betreibt, mit dem mit 500.000 Dollar dotierten „Genius-Award“ der MacArthur-Stiftung ausgezeichnet.

Kirsten BombliesDas Zeichnen war für Kirsten Bomblies zunächst ein Nebenverdienst während des Studiums, sie fertigte wissenschaftliche Illustrationen für Geologen und Paläobotaniker an. Sie merkte schnell, dass ein Blick aufs Detail erst die Schönheit der Natur und ihrer Lebewesen offenbart. „Nichts fasziniert mich mehr als die individuellen Persönlichkeiten von Tieren und Pflanzen. Indem ich sie im Detail wiedergebe, möchte ich ihnen Leben, Individualität und Vitalität geben“, sagt die Biologin. Wenn immer möglich, reist sie durch die Welt und hält dabei stets einen Skizzenblock oder Fotoapparat bereit, um ihre Eindrücke festzuhalten und in einer ihrer Zeichnungen zu verewigen.

Hinweise für Redaktionen:
Zur Ausstellungseröffnung am 27. April um 19 Uhr sind interessierte Besucher und Vertreter der Presse herzlich eingeladen. Die Veranstaltung findet im Max-Planck-Haus in der Spemannstr. 36 in Tübingen statt. Detlef Weigel, Direktor der Abteilung Molekularbiologie des Max-Planck-Instituts für Entwicklungsbiologie, wird eine Einführung geben. Die Künstlerin wird anwesend sein und für Pressegespräche zur Verfügung stehen.
Bitte senden Sie uns bei Veröffentlichung einen Beleg.

Ansprechpartner:
Dr. Kirsten Bomblies
Tel: 07071-601-1405
E-Mail: kirsten.bomblies(at)tuebingen.mpg.de

Dr. Susanne Diederich (Presse- und Öffentlichkeitsabteilung)
Tel: +49 7071-601-333
E-Mail: presse(at)tuebingen.mpg.de


Zeichnung eines Grünspechts

Zeichnung eines Grünspechts

Kirsten Bomblies

Kirsten Bomblies