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Christiane Nüsslein-Volhard erhält Ehrendoktorwürde der University of St Andrews

In Anerkennung ihrer Beiträge zum Verständnis der Embryonalentwicklung


Verleihung der Ehrendoktorwürde der University of St Andrews an Christiane Nüsslein-Volhard, hier mit Professor Garry Taylor von der School of Biology. Copyright: University of St AndrewsDie University of St Andrews hat Christiane Nüsslein-Volhard, Direktorin der Abteilung Genetik am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen, mit dem Doktorgrad der Naturwissenschaften ehrenhalber ausgezeichnet. Bei der Feier zur Verleihung der Ehrendoktorwürde im schottischen St Andrews im Juni 2011 würdigte Professor Garry Taylor von der School of Biology an der University of St Andrews die Verdienste von Christiane Nüsslein-Volhard in der entwicklungsbiologischen Forschung.

 

In seiner Laudatio sagte Garry Taylor, Christiane Nüsslein-Volhard werde als bemerkenswerte Persönlichkeit ausgezeichnet, deren Forschungsarbeiten über die Entwicklung einer Eizelle zu einem gesamten Organismus einen großen Einfluss auf das Verständnis der Biologie des Menschen bis weit in die Zukunft haben werde.

 

Christiane Nüsslein-Volhard wurde 1942 in Magdeburg geboren und wusste schon früh, dass sie Biologin werden wollte. Sie studierte Biochemie an der Universität Tübingen und legte dort auch 1973 ihre Promotion in Genetik ab. Ihre Forschungsarbeit setzte sie dann in Basel und Freiburg fort und wurde 1978 für drei Jahre Gruppenleiterin am Europäischen Labor für Molekularbiologie (EMBL) in Heidelberg. Von 1981 bis 84 leitete sie eine Forschungsgruppe am Friedrich-Miescher-Laboratorium in Tübingen. Seit 1985 ist sie Direktorin am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie. Sie untersucht die Embryonalentwicklung bei Tieren modellhaft an der Fruchtfliege Drosophila melanogaster und dem Zebrafisch Danio rerio mit molekularbiologischen und genetischen Methoden.

 

Christiane Nüsslein-Volhard erhielt 1995 zusammen mit Edward Lewis und Eric Wieschaus den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin für die Entdeckung, wie Gene die frühe Entwicklung des Embryos kontrollieren. Sie wurde mit zahlreichen weiteren Ehrendoktoraten, Preisen und Auszeichnungen geehrt, unter anderem mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (1986) und dem Albert Lasker Medical Research Award (1991). Sie gründete 2004 die Christiane Nüsslein-Volhard Stiftung zur Unterstützung junger Wissenschaftlerinnen mit Kindern.


Verleihung der Ehrendoktorwürde der University of St Andrews an Christiane Nüsslein-Volhard, hier mit Professor Garry Taylor von der School of Biology. Copyright: University of St Andrews

Verleihung der Ehrendoktorwürde der University of St Andrews an Christiane Nüsslein-Volhard, hier mit Professor Garry Taylor von der School of Biology. Copyright: University of St Andrews