Biologische Prozesse verstehen: Wie können uns Tiermodelle helfen?
EinBlick – Forschung verständlich
- Datum: 25.02.2026
- Uhrzeit: 18:00
- Vortragender: Thomas Ott
- Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik
- Ort: Max-Planck-Haus, Max-Planck-Ring 6, 72076 Tübingen
- Raum: Hörsaal
- Gastgeber: Kommunikation
- Kontakt: stephanie.bertenbreiter@tuebingen.mpg.de
- Rubrik: Gesprächs- und Diskussionsformate, Vorträge
Um Anmeldung wird gebeten: https://www.kyb.tuebingen.mpg.de/einblick
Das Verständnis biologischer Prozesse kann helfen, Krankheiten des Menschen zu verstehen und Therapien zu entwickeln. Hierbei werden in der medizinischen Wissenschaft eine Vielzahl an Methoden angewendet. Ein in der Öffentlichkeit kontrovers diskutierter Ansatz stellen hierbei Tiermodelle und Tierversuche dar, die angewendet werden müssen, wenn sich die Fragestellung nicht hinreichend mit alternativen Methoden wie Zellkulturen oder Organoiden untersuchen lässt. Durch genetische Anpassungen, standardisierte Lebensbedingungen und kontrollierte Experimente können Forschende Abläufe wie Entwicklung, Stoffwechsel, Krankheiten oder Reaktionen auf Medikamente beobachten – ohne unmittelbare Tests am Menschen durchführen zu müssen. Beliebte Modelle sind Nager (Mäuse und Ratten), Zebrafische, Fruchtfliegen (Drosophila) und Fadenwürmer. Jedes Modell hat Stärken. Mäuse ähneln in vielen Organfunktionen dem Menschen, Zebrafische entwickeln sich schnell und ermöglichen Bildgebung im lebenden Tier. Ergebnisse müssen sorgfältig übertragen und ethische Aspekte berücksichtigt werden. Am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik werden deshalb verschiedene Ansätze gewählt. Das schließt alternative Methoden, direkte Versuche mit menschlichen Probanden, aber auch Versuche mit Tieren mit ein.