Von Tübingen in die Welt: CaCTüS erreicht neuen Meilenstein
Symposium zum erfolgreichen Abschluss der Computation and Cognition Tübingen Summer Internship
CaCTüS, das internationalen Praktikum der Max-Planck-Institute für biologische Kybernetik und für Intelligente Systeme sowie des AI Center Tübingen, feiert den erfolgreichen Abschluss seiner vierten Runde. Das Programm fördert junge talentierte Forschende mit eingeschränktem Zugang zu erstklassiger Hochschulbildung. Beim diesjährigen Abschlusssymposium beeindruckten die Praktikant*innen mit den Ergebnissen ihrer dreimonatigen Forschungsprojekte.
Das CaCTüS-Symposium hat sich am Max-Planck-Campus Tübingen bereits als feste Tradition etabliert und begeistert dennoch jedes Jahr aufs Neue. Am 19. September standen wieder einmal neun junge Talente aus aller Welt im Rampenlicht und stellten einem beeindruckten Publikum die Ergebnisse ihrer Forschungspraktika vor. Die Themen ihrer Präsentationen deckten ein breites Spektrum ab: von künstlicher Intelligenz – ein Redner fragte: „Haben Large Language Models elektrische Emotionen?“ – bis hin zu aktuellen Themen rund um menschliches Denken und Wahrnehmen, wie beispielsweise das Verhalten in Gruppen oder Kommunikationsflüsse im Gehirn.
Die Vortragenden waren Teil des CaCTüS-Praktikums, eines Programms, das begabte Nachwuchsforschende unterstützt, die nur eingeschränkten Zugang zu exzellenter Hochschulbildung haben. Während ihres vollständig finanzierten dreimonatigen Aufenthalts in Tübingen arbeiteten die Teilnehmenden unter der Aufsicht erfahrener Forschender der gastgebenden Einrichtungen an wissenschaftlichen Projekten.
Ein Sprungbrett für internationale Forschungskarrieren
“Dieses Programm ist klein im Vergleich zur Herausforderung [globaler Bildungsgerechtigkeit], aber ich hoffe, dass es ähnliche Initiativen inspiriert”, sagte Drew Robson in seiner einleitenden Ansprache. Der Max-Planck-Forschungsgruppenleiter unterstützt das Projekt bereits seit seinen Anfängen im Jahr 2022, zunächst als wissenschaftlicher Praktikumsbetreuer. Beeindruckt von der ersten Generation der CaCTüS-Studierenden übernahm er in der Folge die Leitung des Programms in Nachfolge der Initiatorin Franziska Bröker.
Über die fachliche Betreuung hinaus zeichnet sich das CaCTüS-Praktikum durch seine umfassende Unterstützung der Teilnehmenden aus. Das Programm übernimmt nicht nur vollständig die Lebenshaltungs- und Reisekosten, sondern unterstützt bei administrativen und praktischen Angelegenheiten. Darüber hinaus werden den Teilnehmenden „Buddies“ zur Seite gestellt: Promovierende der Gastinstitute helfen ihnen dabei, sich im Institutsalltag zurechtzufinden, an Freizeitaktivitäten teilzunehmen und sich in der neuen Umgebung gut einzuleben.
Das Programm wird zusätzlich von ergänzenden Veranstaltungen flankiert, darunter Soft-Skill-Seminare, Besuche bei anderen Forschungsinstituten, regelmäßigen geselligen Zusammenkünften und Vernetzungsmöglichkeiten mit anderen Forschenden. Diese Aktivitäten werden von der Hanrieder Foundation for Excellence durch den Hanrieder Impact Fund ermöglicht. Die 2015 von Wolfgang Hanrieder unter der Schirmherrschaft der Max-Planck-Stiftung gegründete Hanrieder Foundation for Excellence unterstützt herausragende Nachwuchsforschende dabei, Erfahrungen in führenden Forschungszentren im Ausland zu sammeln, und möchte so einen internationalen Austausch von Exzellenz in der Forschung fördern.
Die neun diesjährigen CaCTüS-Teilnehmenden planen bereits ihre weiteren Karrieren an anderen renommierten Forschungseinrichtungen. Eine von ihnen konnte sich schon während ihres CaCTüS-Praktikums eine Promotionsstelle am Ernst Strüngmann Institute for Neuroscience in Frankfurt sichern, andere Absolvierende möchten ins Ausland ausschwärmen. Während die Praktikant*innen ihre neuen Wege einschlagen, laufen bereits die Vorbereitungen, um die nächste Generation vielversprechender Nachwuchsforschender aufzunehmen. Das Bewerbungsportal ist vom 16. Oktober bis zum 19. November geöffnet.
