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„Minus est plus – weniger ist mehr“

Hans-Jürgen Sesterheim stellt seine Graphiken im Max-Planck-Haus aus


Hochrad. Graphik von Hans-Jürgen SesterheimTübingen, 27. Juni 2011. „Minus est plus – weniger ist mehr. Kunst und Graphik um Raum, Bewegung und Empfindung“: So lautet der Titel der Ausstellung von Hans-Jürgen Sesterheim, die im Max-Planck-Haus in Tübingen vom 2. Juli bis zum 9. September 2011 gezeigt wird. Einfachheit und Bescheidenheit führen den Erkenntnissen des Künstlers zufolge zu einer relativ hohen Lebensqualität – diese Philosophie versucht er auch in seinen Werken zu transportieren. Bei der öffentlichen Vernissage am 2. Juli 2011 um 18 Uhr wird er live eine Graphik zeichnen, begleitet von „ImPuls“, einem Percussion-Duo aus der Region.  

Hans-Jürgen Sesterheim bezeichnet sich selbst als Minimalisten. „Eigentlich nur einen Bleistift und ein Blatt Papier“, antwortet er auf die Frage, was er für seine künstlerische Arbeit braucht. Aber es sollte nicht irgendein Bleistift sein und auch nicht irgendein Papier. Hans-Jürgen Sesterheim bevorzugt weiche Bleistifte und benutzt gerne kartonartiges Papier oder Tintoretto, ein spezielles Papier aus Florenz mit sehr rauer Oberfläche. So entsteht beim Zeichnen fast so etwas wie eine Schraffur. Bei genauerem Hinsehen ist eine Linie eine Addition vieler kleiner Punkte. Manchmal arbeitet der Graphiker aber auch mit Tusche oder Kohle.  

Hat Hans-Jürgen Sesterheim einmal mit dem Zeichnen begonnen, bringt er das Bild auch zu Ende. Ein paar Wochen später betrachtet er seine Werke nochmals, gefallen sie ihm nicht, vernichtet er sie. „Das ist dann wie bei einem Fehlkauf“, erklärt er, „sie würden ohnehin nur im Schrank stehen.“ Hans-Jürgen Sesterheim hält die innere Balance und die Fähigkeit zum Querdenken für wichtig. Dies spiegelt sich auch in seinen Werken wider – seine einfachen, minimalistischen Zeichnungen enthalten nur die wesentlichen Informationen, um eine Emotion, eine Idee oder eine Bewegung zu kommunizieren.  

Bei seiner Vernissage am 2. Juli 2011 um 18 Uhr im Max-Planck-Haus in Tübingen, Spemannstraße 36, wird Hans-Jürgen Sesterheim live eine Graphik erstellen. Während er zeichnet, wird das Percussion-Duo „ImPuls“ – Inga Rincke aus Aalen und Norbert Schubert aus Tübingen – die Emotionen und Bewegungen des Bildes in Musik umsetzen und die Veranstaltung musikalisch untermalen. Die Graphiken, schwarz-weiße ebenso wie kolorierte, werden vom 2. Juli bis zum 9. September 2011 immer montags bis freitags von 8 – 18 Uhr  im Max-Planck-Haus zu sehen sein.    


Weitere Informationen über die Kunst von Hans-Jürgen Sesterheim finden Sie hier...     


Ansprechpartner:
Hans-Jürgen Sesterheim
Tel.: 07483 912 076
E-Mail: info(at)sesterheim-architektur-grafik.de  

Stephanie Bertenbreiter (Presse- & Öffentlichkeitsarbeit)
Tel.: 07071 601-472
E-Mail: presse(at)tuebingen.mpg.de  

Der Max-Planck-Campus Tübingen beherbergt die Max-Planck-Institute für Entwicklungsbiologie und biologische Kybernetik, sowie das Friedrich-Miescher-Laboratorium. Insgesamt arbeiten und forschen rund 700 Personen auf dem Campus. Seine Institute sind Teil der 80 Forschungseinrichtungen der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.