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Jakob Macke erhält Otto-Hahn-Medaille

Statistische Modelle helfen kortikale Nervenpopulationen zu dekodieren


Dr. Jakob Macke bei der 63. Hauotversammlung der Max-Planck-Gesellschaft. Bild: Max-Planck-GesellschaftTübingen, 28. Juni 2012. Auf der Jahresversammlung der Max-Planck-Gesellschaft sind auch dieses Jahr wieder junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit der renommierten Otto-Hahn-Medaille ausgezeichnet worden. Jakob Macke, Nachwuchsgruppenleiter am "Bernstein Center for Computational Neuroscience" (BCCN) in Tübingen ist einer von Ihnen. Er erhielt die Medaille und das damit verbundene Preisgeld als Anerkennung seiner herausragenden Doktorarbeit mit dem Titel "Populations-Kodierung im visuellen System: Statistische Methoden und Theorie".

Jakob Macke studierte Mathematik an der Universität Oxford. Seine Doktorarbeit absolvierte er 2011 an der Graduiertenschule für Neurowissenschaften der Universität Tübingen in Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik unter der Anleitung von Matthias Bethge. Während seiner Promotion entwickelte er mathematische Analysen, welche ein tieferes Verständnis für die statistische Struktur der Aktivitätsmuster großer neuronaler Populationen im Gehirn gibt und erklärte damit auch mehrere scheinbar widersprüchliche experimentelle Beobachtungen, die auf Messungen neuronaler Aktivitäten basierten.

Nach seiner Promotion arbeitete Jakob Macke zunächst zusammen mit Maneesh Sahani in der "Gatsby Computational Neuroscience Unit" des University College London (UCL) als Marie Curie-Fellow. Das Marie Curie Programm "Menschen", aus welchem auch die Fellowships stammen, ist ein spezifisches Programm innerhalb des 7. Forschungsrahmenprogramms der EU zur Finanzierung von herausragenden wissenschaftlichen Arbeiten. Hier entwickelte der junge Neurowissenschaftler neue Techniken in der Datenanalyse um den Einfluss intrinsischer, kortikaler Dynamiken auf neuronale Kodierungen zu entschlüsseln.

Jakob Macke ist seit Mai 2012, Leiter der Nachwuchsgruppe "Neural Computation and Behaviour" am "Bernstein Center for Computational Neuroscience" (BCCN), eines vom BMBF geförderten Verbundprojektes zwischen dem Max-Planck Institut für biologische Kybernetik und der Universität Tübingen. Mit Hilfe statistischer Modelle untersucht er die Kodierung kortikaler Nervenpopulationen um ein besseres Verständnis für die internen Abläufe zu bekommen, welche unsere neuronale Informationsverarbeitung beeinflussen und unser Verhalten steuern.

Die Max-Planck-Gesellschaft ehrt seit 1978 jährlich bis zu 30 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit der Otto-Hahn-Medaille für herausragende wissenschaftliche Leistungen. Der Preis ist mit einer Geldsumme von 7.500 € als Anerkennung dotiert und wurde dieses Jahr auf der Generalversammlung der Max-Planck-Gesellschaft in Düsseldorf am 13. Juni 2012 verliehen.

Weitere Informationen:
Opens external link in current windowOtto-Hahn-Medaille
Opens external link in current windowPreisträger 2011
Opens external link in current windowBernstein Centre for Computational Neuroscience Tübingen


Ansprechpartner:
Dr. Jakob Macke
Tel.: 07071 29 70584
E-Mail: Opens window for sending emailjakob(at)tuebingen.mpg.de

Judith Lam (Koordinatorin der Bernsteinzentrums)
Tel.: 07071 29 89019
E-Mail: Opens window for sending emailjlam(at)bccn-tuebingen.de


Das Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik forscht an der Aufklärung von kognitiven Prozessen auf experimentellem, theoretischem und methodischem Gebiet. Es beschäftigt rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus über 40 Ländern und hat seinen Sitz auf dem Max-Planck-Campus in Tübingen. Das MPI für biologische Kybernetik ist eines der 80 Institute und Forschungseinrichtungen der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.


Dr. Jakob Macke bei der 63. Hauotversammlung der Max-Planck-Gesellschaft. Bild: Max-Planck-Gesellschaft

Dr. Jakob Macke bei der 63. Hauotversammlung der Max-Planck-Gesellschaft. Bild: Max-Planck-Gesellschaft

Dr. Jakob Macke. Bild: Privat

Dr. Jakob Macke. Bild: Privat

Otto-Hahn-Medaille. Bild: Max-Planck-Gesellschaft

Otto-Hahn-Medaille. Bild: Max-Planck-Gesellschaft