< Die digitale Sprache des Gehirns

Die neue International Max Planck Research School „From Molecules to Organisms“

Strukturiertes Doktorandenprogramm mit interdisziplinärer Ausrichtung


 Poster des Doktoranden-Programms IMPRS Tübingen, 27. Mai 2011. Die International Max Planck Research School (IMPRS) „From Molecules to Organisms“ wurde gemeinsam eingerichtet vom Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie, dem Friedrich Miescher-Laboratorium und der Universität Tübingen. Das strukturierte Doktorandenprogramm bietet die Möglichkeit, Forschungsarbeiten interdisziplinär aus einer breiten Palette biologischer Fächer bis hin zur Bioinformatik zu bearbeiten. Die ersten Doktorandinnen und Doktoranden der neuen IMPRS werden im September 2011 in Tübingen beginnen.  

Eine Besonderheit der neuen International Max Planck Research School (IMPRS) ist der interdisziplinäre Ansatz, in den die Themenbereiche Bioinformatik, Strukturbiologie, Molekulare Biologie und Zellbiologie, Molekulare Genetik an Pflanzen und Tieren, Entwicklungsbiologie, Evolution, Natürliche Variation und Ökologie eingehen. Komplexe biologische Prozesse lassen sich häufig nicht innerhalb der traditionellen Fächergrenzen erforschen. Um diese Herausforderungen in der Forschung zu meistern, sollen der nächsten Wissenschaftlergeneration in dem Doktorandenprogramm das nötige Wissen und die wichtigsten Fähigkeiten vermittelt werden. Das Programm der IMPRS umfasst dabei auch alle Organisationsebenen der Lebewesen – von den Molekülen bis zum gesamten Organismus.  

Das englischsprachige Programm ist auf drei Jahre angelegt. Etwa die Hälfte der Teilnehmer soll unter deutschen Bewerbern ausgewählt werden, die andere Hälfte aus aller Welt nach Tübingen kommen. Neben der eigenständigen Forschungsarbeit bietet die IMPRS den Doktoranden ein umfangreiches Begleitprogramm: Angefangen von Orientierungskursen, einer Einführung ins wissenschaftliche Schreiben über Seminare, die einen Überblick über angrenzende Forschungsgebiete geben, Kurse über verschiedene Techniken und Methoden bis hin zu Informationen über Karrieremöglichkeiten und Deutschkursen für ausländische Doktoranden.  

Die Sprecher der neuen IMPRS sind Dr. Elisa Izaurralde, geschäftsführende Direktorin des Max-Planck-Instituts für Entwicklungsbiologie, und Prof. Dr. Alfred Nordheim, geschäftsführender Direktor des Interfakultären Instituts für Zellbiologie der Universität Tübingen. Das Promotionsrecht liegt bei der Universität, doch die Betreuung der Doktoranden in der Forschung und die Lehre übernehmen rund 25 Wissenschaftler aller drei an der IMPRS beteiligten Einrichtungen: Darunter sind alle Direktoren der sechs Abteilungen des Max-Planck-Instituts für Entwicklungsbiologie sowie zahlreiche Arbeitsgruppenleiter, die Nachwuchsgruppenleiter des Friedrich-Miescher-Laboratoriums und Professoren der Universität Tübingen vom Interfakultären Institut für Zellbiologie (IFIZ), dem Interfakultären Institut für Biochemie (IFIB), dem Zentrum für Molekularbiologie der Pflanzen (ZMBP) und dem Zentrum für Bioinformatik (ZBIT).  

Die Kosten für die Organisation der IMPRS trägt die Max-Planck-Gesellschaft. Die teilnehmenden Doktoranden, die in einem strengen Auswahlverfahren ausgesucht werden, erhalten teilweise ein Stipendium von der Max-Planck-Gesellschaft oder der Universität, je nachdem, wo sie ihre Forschungsarbeit anfertigen. Die Arbeitsgruppen, die die Doktoranden aufnehmen, sorgen auch für die Einrichtung des Arbeitsplatzes und finanzieren die Laborausstattung.  

Allgemein werden die International Max Planck Research Schools (IMPRS) von einem oder mehreren Max-Planck-Instituten eingerichtet, die eng mit Universitäten und teilweise weiteren Forschungseinrichtungen, auch im Ausland, zusammenarbeiten. Damit sollen für die Doktoranden erstklassige Rahmenbedingungen geschaffen werden. Derzeit gibt es insgesamt mehr als 60 IMPRS im chemisch-physikalischen-technischen Bereich, im biologisch-medizinischen Bereich und im geistes-, sozial- und humanwissenschaftlichen Bereich. Rund 70 Max-Planck-Institute sind mittlerweile an einer IMPRS beteiligt.    

Weitere Informationen über die IMPRS „From Molecules to Organisms“


Ansprechpartner:
Dagmar Sigurdardottir, PhD
Kommunikation und Akademische Angelegenheiten
Koordination der IMPRS „From Molecules to Organisms“
Max-Planck-Campus Tübingen
Spemannstraße 35
72076 Tübingen
Tel.: 07071 601- 477
Fax: 07071 601- 359
E-Mail: imprs(at)tuebingen.mpg.de    


Universität Tübingen
Hochschulkommunikation
Leiterin Myriam Hönig
Abteilung Presse, Forschungsberichterstattung, Information

Michael Seifert
Tel.: 07071 29- 76789
Fax: 07071 29-5566
E-Mail: michael.seifert(at)uni-tuebingen.de


Poster des Doktoranden-Programms IMPRS "From Molecules to Oranisms". Photo: Jörg Abendroth; Design: Stefanie Huber / Max-Planck-Institut für Entwicklungsinstitut.

Poster des Doktoranden-Programms IMPRS "From Molecules to Oranisms". Photo: Jörg Abendroth; Design: Stefanie Huber / Max-Planck-Institut für Entwicklungsinstitut.