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Computer können vieles – Das menschliche Gehirn bleibt unerreicht

Tübinger Max-Planck-Institute beteiligen sich am Girls’Day


Girls'Day 2013, Bild: Claudia Däfler/Max-Planck-Institut für Intelligente SystemeTübingen, 20. Februar 2014. Wie jedes Jahr beteiligen sich auch dieses Jahr die Max-Planck-Institute für biologische Kybernetik und für Intelligente Systeme am Girls'Day. 16 Mädchen ab der 10. Klasse dürfen in die Labore der Institute am 27. März 2014 hineinschnuppern. Forscherinnen und Forscher geben in kurzen Vorträgen, praktischen Beispielen und kleinen Mitmach-Experimenten Einblicke in ihre Arbeitswelt. Die Mädchen erfahren, wie die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mittels innovativster Technologie spannende Fragen zum Thema Gehirn und Wahrnehmung untersuchen. Nicht zuletzt erfahren die Mädchen auch etwas über nicht-wissenschaftliche Berufe an einem Forschungsinstitut. Es sind noch Plätze frei. Die Anmeldung erfolgt über http://www.girls-day.de/Girls_Day-Radar

Das Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik beschäftigt sich mit der Signal- und Informationsverarbeitung im Gehirn. Wir wissen, dass unser Gehirn ständig eine immense Fülle an Sinneseindrücken verarbeiten muss, um uns die Interaktion mit unserer Umwelt zu ermöglichen. Es ist allerdings erstaunlich wenig darüber bekannt, wie es unserem Gehirn tatsächlich gelingt, Gegenstände, Gesichter oder Geräusche wahrzunehmen, zu lernen und später wieder richtig einzuordnen. Während des Girls'Day stellen die Wissenschaftler überwiegend ihre Arbeit in der virtuellen Realität vor. Diese Forschung erleichtert es ihnen, kontrollierbare und vor allem reproduzierbare Versuchsumgebungen zu schaffen. Des Weiteren erhalten die Mädchen eine Führung durch unser Magnetresonanzzentrum.

Die Forscher des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme wollen die Prinzipien von Wahrnehmen, Lernen und Handeln in autonomen Systemen verstehen, um künftig weitere Systeme dieser Art zu entwickeln. So sollen sich Roboter mit Hilfe von "maschinellem Lernen" einmal selbst kompetentes Verhalten beibringen können. Und Computer sollen fähig sein, die visuelle Welt von Oberflächen, Materialien, Licht und Bewegung zu verstehen ("maschinelles Sehen") - beispielsweise der Unterschied zwischen einer massiven Tischplatte und einer durchlässigen Wasseroberfläche. Noch sind diese Systeme weit davon entfernt, wirklich umfassend selbst zu lernen. Schon die Fähigkeiten eines Kleinkindes, aus dem eigenen Verhalten zu lernen, gehen weit darüber hinaus.

Der Girls'Day
Trotz der besseren Schulabschlüsse entscheiden sich Mädchen noch immer überproportional häufig für "typisch weibliche" Berufe oder Studienfächer und schöpfen damit ihre Möglichkeiten nicht voll aus. Gerade in technischen Betrieben fehlt jedoch zunehmend qualifizierter Nachwuchs. Der Girls'Day ist ein jährlich stattfindender Aktionstag, der speziell Mädchen und Frauen motivieren soll, technische und naturwissenschaftliche Berufe zu ergreifen. Er soll damit dazu beitragen, den Anteil der weiblichen Beschäftigten in den sogenannten "Männerberufen" zu erhöhen und damit den sich abzeichnenden Fachkräftemangel in der Industrie zu verringern.

Direkt zur Anmeldung... 


Kontakt:
Claudia Däfler
MPI für Intelligente Systeme - Presse- & Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 07071 601-1767
E-Mail: claudia.daefler(at)tuebingen.mpg.de

Stephanie Bertenbreiter
MPI für biologische Kybernetik - Presse- & Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 07071 601-222
E-Mail: presse-kyb(at)tuebingen.mpg.de


Der Max-Planck-Campus Tübingen beherbergt die Max-Planck-Institute für Entwicklungsbiologie, biologische Kybernetik und Intelligente Systeme (Standort Tübingen) sowie das Friedrich-Miescher-Laboratorium. Insgesamt arbeiten und forschen rund 700 Personen aus über 40 Nationen auf dem Campus. Seine Institute sind Teil der 80 Forschungseinrichtungen der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.


Girls'Day 2013, Bild: Claudia Däfler/Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme

Girls'Day 2013, Bild: Claudia Däfler/Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme