Chancengleichheit im Fokus – Personalentwicklung innerhalb der Max-Planck-Gesellschaft

Begabung, Kreativität und Leidenschaft - darauf setzt die Max-Planck-Gesellschaft. Sie fördert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unabhängig von Geschlecht, Nationalität, Religion, Behinderung, Alter, kultureller Herkunft und sexueller Identität, denn in ihrer Vielfalt liegt die Basis für die Spitzenforschung, die an den mehr als 80 Max-Planck-Instituten geleistet wird. 

DIE MPG-CHANCENGLEICHHEITSSTRATEGIE UMFASST FOLGENDE SCHWERPUNKTE:


ZUR UMSETZUNG DIESER ZIELE GIBT ES EINE REIHE VON MASSNAHMEN UND ANGEBOTEN

 

 

berufundfamilie“-Zertifikat für eine familienbewusste Personalpolitik

Die gemeinnützige GmbH berufundfamilie begleitet das Engagement der MPG für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie mit einem Audit und hat der MPG dafür bereits zum zweiten Mal ihr Zertifikat ausgestellt.

 

 

(1) VEREINBARKEIT VON BERUF/FORSCHUNG UND FAMILIE

a) Kinderkrippe Planckton

Auf dem Max-Planck-Campus in Tübingen befindet sich die Kinderkrippe Planckton, eine Ganztageseinrichtung für Kinder im Alter von 3 Monaten bis zu 3 Jahren, die durch Trägerschaft von der KoKon gGmbH betrieben wird. Das Planckton wird derzeit renoviert und vergrößert, so dass ab August 2017 die Kapazität von bislang 20 auf 30 Plätze erhöht werden kann.
Kokon Tübingen

b) Neuerung bei Erstattung zusätzlicher Kinder-/ElderCare-Betreuungskosten bei Fortbildungs- und sonstigen Diensteisen

Seit Mai 2017 sind zusätzliche erstattungsfähige Kinder-/ElderCare-Betreuungskosten im Rahmen von Fortbildungsreisen und sonstigen Dienstreisen zugunsten der Beschäftigten erweitert worden. Pro 24 Stundenzeitraum können nun bis zu 88,40 € erstattet werden. Die Regelung richtet sich ausschließlich an per Arbeitsvertrag beschäftigte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen (TVöD, W2, W3, Doktoranden mit Förderverträgen).

c) pme Familienservice

Der Familienbetreuungsservice
“Wenn Hilfe nötig ist“

Die MPG kooperiert mit dem Familienservice-Unternehmen pme

Die Max-Planck-Gesellschaft übernimmt die Kosten für die Beratung und Vermittlungsleistung des Familienservice; die Kosten der eigentlichen Betreuung tragen die Eltern.
https://www.familienservice.de

d) Pilotprojekt Kleinstkinderbetreuung

Ab Juli 2017 unterstützt die Max-Planck-Förderstiftung im Rahmen eines zunächst einjährigen Pilotprojekts „Erfolgreich forschen bei Max-Planck – auch mit Baby“, junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler durch einen Zuschuss zur Betreuung von Kleinstkindern im Alter von drei bis zwölf Monaten.
Childcare Flyer (PDF / interner Link)

(2) FRAUENFÖRDERUNG IN DER FORSCHUNG

a) Seminar: Wo will ich hin? „Sign up! Careerbuilding“

Die Max-Planck-Gesellschaft hat mit der Organisation „EAF Berlin. Diversity in Leadership“ - einem Netzwerk zur Beratung von Wirtschaft und Politik bei der Förderung von Chancengleichheit, Vielfalt und Work-Life-Balance - das Programm „Sign up! Careerbuilding“ entwickelt. Nach drei erfolgreichen Zyklen startete im Herbst 2016 eine 4. Auflage des Programms, das sich an exzellente weibliche Postdocs aus Max-Planck-Instituten wendet, die in einem kompetitiven Verfahren ausgewählt werden.
Sign up! umfasst drei Module (ab Mitte 2016 bis Mitte 2017). Die Postdoktorandinnen sollen durch Training von Führungskompetenzen und Vermittlung von Wissen auf Führungsaufgaben in der Wissenschaft vorbereitet und durch ein explizit karriereorientiertes Netzwerk gestärkt werden. Ziel ist es, sie in ihrer Orientierungsphase zur wissenschaftlichen Laufbahn zu fördern, zu motivieren und die individuelle Karriereplanung zu unterstützen. Es sollen Handlungsstrategien für den beruflichen Aufstieg aufgezeigt werden, um auf Leitungspositionen in Wissenschaft und Forschung vorzubereiten.

Eine Teilnahme ist nur nach Empfehlung möglich: Nach Ausschreibung schlagen Direktorinnen und Direktoren von Max-Planck-Instituten geeignete Kandidatinnen per Empfehlungsschreiben vor.

b) Mentoring-Netzwerke für Frauen Minerva FemmeNet / MuT – Mentoring und Training

Um junge Wissenschaftlerinnen auf ihrem Weg in Leitungspositionen in der Wissenschaft zu unterstützen, werden sie durch Fort- und Weiterbildungsangebote, durch Veranstaltungen, die eine Netzwerkbildung unterstützen, und durch Mentorinnen und Mentoren, die auf allen Karrierestufen als Ratgeber zur Verfügung stehen, bestmöglich auf Leitungspositionen in der Wissenschaft vorbereitet.

Dabei ist das seit 2001 bestehende Mentoring-Programm der Max-Planck-Gesellschaft Minerva FemmeNet für Nachwuchswissenschaftlerinnen hilfreich, welches 2009 fest institutionalisiert und weiterentwickelt wurde. Das Netzwerk steht (Nachwuchs-) Wissenschaftlerinnen – von der Diplomandin bis zur Juniorprofessorin – aller Sektionen und Institute der Max-Planck-Gesellschaft sowie den Alumnae offen. Im Jahre 2013 beteiligten sich mehr als 300 Mentorinnen und über 390 Mentees am Netzwerk.

http://www.minerva-femmenet.mpg.de

Neben dem MPG-Programm Minerva FemmeNet bestehen zusätzliche regionale Mentoring-Netzwerke: Zwei universitätsübergreifende in Hessen (MentorinnenNetzwerk und SciMento-hessenweit) sowie ein universitätsübergreifendes Netzwerk in Baden-Württemberg (MuT – Mentoring und Training: Programme zur berufsbeglei­tenden Unterstützung und Förderung von hochqualifizierten Nachwuchswissen­schaftlerinnen, speziell Postdocs und Habilitandinnen).

Alle o.g. Mentoring-Programme sind inzwischen fester Bestandteil gleichstellungsorientierter Forschungspolitik innerhalb der MPG.

 

c) Mit Geld Zeit kaufen: Die Max-Planck-Gesellschaft fördert die Christiane Nüsslein-Volhard-Stiftung mit 30 000 Euro jährlich.

Christiane Nüsslein-Volhard gründete 2004 eine nach ihr benannte Stiftung. Die Stiftung richtet sich an hervorragende Wissenschaftlerinnen mit Kindern in Fächern der Naturwissenschaften und der medizinischen Grundlagenforschung. Gefördert werden Doktorandinnen und Postdoktorandinnen aller Nationalitäten, die in deutschen Universitäten und Forschungsinstituten forschen sowie Postdoktorandinnen, die an einer deutschen Universität promoviert wurden und ihre Forschung im Ausland fortsetzen.

Es werden finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt, die zur Entlastung im Haushalt und bei der Kinderbetreuung beitragen, um Zeit für die wissenschaftliche Arbeit zu gewinnen. Diese Mittel können z. B. zur Einstellung von Haushaltshilfen und für zusätzliche Kinderbetreuung verwendet werden. Einmal im Jahr bis zum 30. November – ist eine Bewerbung unter www.cnv-stiftung.de möglich.

3) KARRIEREFÖRDERUNG

Flexible Karrierewege für Postdocs (genderübergreifend) Veranstaltungstag zur Orientierung

Welche Karrierewege führen in die Wissenschaft und welche in Industrie und Wirtschaft? Zwei Mal (2015 mit der TU München und 2016 mit der Universität Göttingen) wurde ein eintägiger Veranstaltungstag für jeweils 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angeboten. Die Karriereveranstaltung für Postdocs soll flexible Karrierewege zeigen und junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Karriereplanung unterstützen – unabhängig davon, ob der Weg in die Wissenschaft oder auch in Wirtschaft oder Industrie führt.


Kontakt:

Die Gleichstellungsbeauftragten helfen bei der Umsetzung dieser Ziele und sind gleichzeitig Ansprechpartnerinnen für alle Fragen bezüglich der Geschlechtergerechtigkeit und Gendersensibilität. Darüber hinaus wirken die Gleichstellungsbeauftragten bei allen personellen, organisatorischen und sozialen Maßnahmen mit, welche die Gleichstellung von Frauen und Männern, die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit sowie den Schutz vor sexueller Belästigung am Arbeitsplatz betreffen.

Die Gleichstellungsbeauftragten und Stellvertreterinnen am Max-Planck-Campus:

MPI für Entwicklungsbiologie, Friedrich-Miescher-Laboratorium und Max-Planck-Haus:
Birgit Moldovan und Heike Heth
birgit.moldovan(at)tuebingen.mpg.de
heike.heth(at)tuebingen.mpg.de

MPI für biologische Kybernetik:
Beate Fülle und Betty Mohler
beate.fuelle(at)tuebingen.mpg.de
betty.mohler(at)tuebingen.mpg.de

MPI für Intelligente Systeme, Standort Tübingen: Claudia Däfler
claudia.daefler(at)tuebingen.mpg.de